Hier engagiert sich ein Netzwerk

Die Menschen hinter dem GFK-Tag in Mainz

Ein Netzwerk ist mehr als eine Organisation. Es ist das, was zwischen Menschen entsteht, die sich begegnen, miteinander üben, zusammen kochen, laufen, tanzen – und irgendwann beschließen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Der GFK-Tag in Mainz ist aus genau solchen Verbindungen gewachsen. Hinter ihm steht das GFK-Netzwerk Mainz-Wiesbaden, getragen von Menschen, die ihre Zeit und ihre Begeisterung ehrenamtlich einbringen. Ein paar von ihnen möchten wir hier vorstellen.

Sebastian Lenz

Sebastian hat ein Leben über den Wolken gegen eines eingetauscht, in dem es um Nähe geht. Früher Pilot, heute ganz in der Gewaltfreien Kommunikation zu Hause – engagiert in Männergruppen, lebendig im Ausprobieren von Gemeinschaft, verwurzelt in einem Wohnprojekt.

Als Brücke zum Netzwerk Darmstadt hält er Fäden in der Hand, die weit über Mainz hinausreichen. Und er war es, der vor ein paar Jahren die Frage stellte, aus der dieser GFK-Tag entstanden ist: Wollt ihr nicht wieder einmal?

Carmen Frieauff

Carmen ist seit diesem Jahr dabei und kümmert sich um die vielen Fäden im Hintergrund – die Kommunikation mit den Teilnehmenden, das Einsammeln der Bestellungen.

Mit Klaudia verbindet sie eine Freundschaft, die 2011 in einer gemeinsamen GFK-Jahresausbildung begann und seither immer weiter gewachsen ist: beim Naturretreat, sogar beim Joggen – Selbstklärung im Laufschritt. Carmen tanzt Tango, und so ist es kein Zufall, dass dieser GFK-Tag um einen Tango-Workshop reicher ist.

Nicole Ganser

Nicole ist da ganz in ihrem Element, wo Menschen sich begegnen und Gruppen lebendig werden. Nicole denkt in Beziehungen und Dynamiken, sie hat ein Gespür für Menschen, dem man vertrauen kann. Und sie war es, die den Wunsch nach einem eigenen Netzwerk in der Region mitgebracht hat.

Und dann ist da noch die Küche. Schon beim ersten GFK-Tag 2017 gab es ein Essen, von dem Jahre später noch geschwärmt wurde. Für Nicole gehört zu einer Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt, eben auch richtig gutes Essen – im vergangenen Jahr mit ihrer Mutter Traudel am Herd. Auch diesmal soll die Küche ein Höhepunkt des Tages werden.

Klaudia Schäfer

Klaudia sorgt dafür, dass die Gewaltfreie Kommunikation ein Gesicht bekommt, das auch außerhalb der eigenen Kreise ernst genommen wird. Sie gestaltet, baut Websites, denkt in Sichtbarkeit – vom GFK-Portal, das heute ganz oben steht, bis zum Shop, über den sich der GFK-Tag mit wenigen Klicks buchen lässt.

Hinter all dem steckt eine einfache Überzeugung: Diese Sprache der Verbindung darf hinaus in die Welt, professionell und einladend.

Was bleibt

Was so ein Netzwerk wirklich ausmacht, zeigt sich an den leisen, beständigen Dingen. Seit über drei Jahren öffnen Nicole und Klaudia jeden Mittwoch einen Zoom-Raum – eine kostenfreie Übungsgruppe, in der Menschen sich gegenseitig Empathie schenken und an sich arbeiten können. Aus einer Handvoll Neugieriger sind fast 600 geworden, die Woche für Woche eingeladen werden. Einmal im Monat nimmt Nicole eine Person mit auf eine Reise durch einen Selbstklärungsprozess, an der die anderen teilhaben dürfen.

So wächst etwas. Aus Begegnungen werden Freundschaften, aus Freundschaften gemeinsame Wege, aus einem Tag ein Netzwerk, das die Region trägt. Eine reiche Ernte.